Alexander Scherbakov

AlexanderScherbakov medium

Violine / musikalische Leitung

«Ganz besonders wusste Alexander Scherbakov sein Publikum mit stupendem technischen Können und einem Mass an Musikalität in den Bann zu ziehen, ob dessen Gereiftheit man bisweilen nur staunen konnte. Mit intensiven Dialogen und frisch attackierendem Zugriff führte er das in emotionalen Gegensätzen schwelgende Mendelssohn-Konzert zu zwingender Wirkung.»

Neue Zürcher Zeitung, Zürich

«When his bow touches the strings, the magic starts! In an overwhelming array of technical feats and heart-wrenching, soulful singing on his fiddle, Alexander Scherbakov proved indeed to be a great master of his craft.»

The Sun, San Bernardino, California

Alexander Scherbakov gilt als einer der begabtesten und interessantesten Geiger der heutigen Zeit. Vom Publikum geliebt und von der Presse gelobt, widmet er sich als Solist und Kammermusiker altbekannten wie auch neuen und selten gespielten Werken klassischer Musikliteratur. 

Scherbakov studierte Violine an der Purcell School of Music in London, der Eastman School of Music in New York, der University of Southern California - Thornton School of Music in Los Angeles, der Royal Academy of Music in London und der Zürcher Hochschule der Künste in Zürich. Zu seinen Lehrern zählen Elemér Glanz, Detlef Hahn (Schüler von Zino Francescatti), Oleh Krysah (Schüler von David Oistrakh), Gerhard Schulz (Schüler von Sándor Végh), Zakhar Bron (Schüler von Igor Oistrakh) sowie Alice Schonfeld (Schülerin von Karl Klingler).

Als Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe (unter anderem des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs und des Michael Hill International Violin Competition) arbeitete  Alexander Scherbakov im Laufe seiner solistischen Karriere mit berühmten Dirigenten zusammen, beispielsweise mit Sir Simon Rattle, Charles Dutoit, Sir Roger Norrington, Wen Pin Chien, Mandy Rodan, Michal Tilson Thomas und John Williams.

Scherbakovs Auftritte am Davos Festival führten schnell zu Ruhm. Die Davoser Zeitung schrieb damals: «...überirdisch», «...makellose Technik». Seine Konzerte wurden oft vom Radio Télévision Suisse Espace 2 und DRS 2 live übertragen. Heute konzertiert der Geiger vorwiegend im Ausland, so am Carinthian Summer Music Festival, Bermuda, am Festival Internacional de Musica de Sao Caetano do Sul, Brasilien, oder am Pacific Music Festival, Japan. Konzerttourneen und Rezitals führen ihn immer wieder nach Deutschland, Österreich, Italien, New York, Chicago, Philadelphia, Los Angeles, Las Vegas, San Diego, und über Osteuropa zurück in die Schweiz. Im Jahr 2004 erwarb der aus Moskau stammende Violinist und Nachfolger einer Musikerdynastie die Schweizer Staatsbürgerschaft.

Seine Projekte haben ihn buchstäblich schon ans Ende der Welt geführt: so trat Alexander Scherbakov mit dem Orquestra Teatro Colon am Ushuaia Festival auf Feuerland, sowie später im grossen Saal des Teatro Colon in Buenos Aires auf. In Funchal auf Madeira brachte er an Bord der grössten Privatjacht der Welt, der ResidenSea «The World», zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Madalina Slav, anlässlich der Neujahrsfeier ein klassisches Programm zu Gehör – unter der malerischen Kulisse des grössten Feuerwerks der Geschichte nach dem Guinness Buch der Rekorde.

Alexander Scherbakov betätigt sich auch als Dirigent, anfänglich als Assistent von Justus Frantz mit der Philharmonie der Nationen, später auch als Assistent von David Stern an der Tonhalle St. Gallen und als Leiter seines eigenen virtuosen Streicherensembles.

In der Schweiz führt Scherbakov eine Violinklasse. Ausserdem unterrichtet er gelegentlich als Gastprofessor an verschiedenen Universitäten und Musikschulen in Europa und Asien und hält auch Vorträge über die russische Violinschule. 

Der Aufgabe, seine musikalischen, künstlerischen und menschlichen Erfahrungen an neue Generationen von Geigern weiterzugeben, räumt Alexander Scherbakov höchste Priorität ein. So entstand im Jahr 2011 in Zusammenarbeit mit der Stadt Bischofszell der internationale Solisten-Jugendmusikwettbewerb für Streichinstrumente «Sinfonie im Rosenduft» mit dem Ziel, ein Sprungbrett für junge Musiker aus aller Welt zu schaffen, um ihnen auf diesem Weg eine internationale Musikkarriere zu ermöglichen.


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